Die Geschichte des A-Chores

 

Vor der Gründung des A-Chores im Jahr 1970 existierte am Christianeum bereits ein Chor. Allerdings brach er im Zuge der 1968er Studentenbewegung zusammen. Mitglied in einem Chor zu sein, passte nicht mehr zur Denkweise vieler Schüler. Als Dietmar Schünicke im Herbst 1970 ans Christianeum kam, begann er mit dem Aufbau des Chores nur in den unteren Stufen.

  • 1970: obligatorisches Vorsingen für alle Mädchen der Klassenstufen 5 und 6, die Mitgliedschaft für alle die, die es in den Chor schafften, war verpflichtend. Der Chor zählt zu Beginn insgesamt 35 Mitglieder, allesamt Mädchen aus den fünften und sechsten Klassen.
  • 1971: erste Chorreise an den Brahmsee; damals bot das Schröderhaus genug Platz für alle. Auf dieser Reise wurde beschlossen, dass auch Jungen für den Chor benötigt wurden und die verpflichtende Mitgliedschaft wurde aufgehoben. Der Chor hieß von nun an A-Chor.
  • 1972: Gründung eines zweiten Chores, des B-Chors, für die nächsten jüngeren Stufen.
  • 1973: Gründung des C-Chores.
  • 1974: Gründung des D-Chores; der A-Chor war von nun an der Chor der Studienstufe. Von allen Bezeichnungen ist nur der Name „A-Chor“ als Chor der „Großen“ geblieben.
  • Bis in die späten 1970er Jahre gab es am Christianeum den A-Chor, den Unterstufenchor und einen Mittelstufenchor, der allerdings aufgelöst wurde. Die A-Chor-Zeit begann nun in der achten Klasse.
  • Seit Mitte der 90er Jahre zählt der A-Chor konstant über 300 Chorsängerinnen und –sänger.
  • 1974: Das erste Adventskonzert findet in der Christianskirche in Altona statt.
  • 1978: Die Christianskirche bietet nicht mehr genug Platz für Chor und Publikum. Das Adventskonzert wird in die Hauptkirche St. Trinitatis in Altona verlegt.
  • 1979: Die Kirche St. Trinitatis ist ebenfalls zu klein geworden. Das Adventskonzert findet in der Hauptkirche St. Katharinen statt.
  • Ab 1980 finden die Adventskonzerte an zwei Tagen in der Hauptkirche St. Michaelis statt.
  • 1988: Musikalische Gestaltung (Mozart: Missa solemnis) der zentralen Feierstunde am Volkstrauertag in der damaligen Bundeshauptstadt Bonn in der Beethovenhalle mit einer Direktübertragung durch das ZDF; anschließend Empfang beim Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker. Die Anreise erfolgt durch einen extra für den A-Chor eingesetzten Sonderzug.
  • 1990: Erste Konzertreise nach Potsdam; im Rahmen der Parkfestspiele werden die Carmina Burana von Carl Orff aufgeführt.
  • 1991: Im Rahmen des Schleswig-Holstein Musikfestivals werden die Carmina Burana in der Konzertscheune Emkendorf aufgeführt.
  • 1991/1992: Konzertreise nach Riga über Neujahr. Auf dem Programm stehen das Weihnachtsoratorium von Bach und Mozarts Krönungsmesse.
  • 1999: Konzertreise nach Ungarn mit einem Programm der Chormusik der Romantik.
  • 2002: Unterstufenchorreise nach Berlin; Brundibár-Aufführung im Jüdischen Museum.
  • 2005: Konzertreise des A-Chores nach China mit musikalischen Begegnungen an mehreren Schulen; es werden die Carmina Burana gesungen.
  • 2007: Unterstufenchorreise nach Prag und Theresienstadt; Brundibár-Aufführung im ehemaligen Konzentrationslager Theresienstadt, dem Ort der Entstehung von Brundibár.
  • 2008: Dietmar Schünicke wird mit einer großen Festveranstaltung in den Ruhestand verabschiedet. Michael Jan Haase, der seit Februar am Christianeum als Musiklehrer tätig ist, leitet von August an die Chöre.
  • 2010: Timo Sauerwein übernimmt Ende September die Leitung des A-Chores.
  • 2014: Konzertreise des A-Chores im Rahmen des 275. Schuljubiläums nach Kopenhagen.
  • ​2015: Der A-Chor sorgt im Rahmen der Adventskonzerte für die Welturaufführung von extra für den A-Chor orchestrierten Ausschnitten aus dem Musical "Der Stern von Bethlehem".
     
  • Wichtige Traditionen des A-Chores sind alljährlich stattfindende Probenfahrten an den Brahmsee, die zur Vorbereitung auf die beiden Adventskonzerte in St. Michaelis dienen. Die "öffentliche Generalprobe" für diese beiden Konzerte findet traditionell im Gottesdienst am 2. Advent im Michel statt. 
  • Eine Tradition der A-Chorreisen, Radio Brahmsee (RBS), kam Anfang der 1980er Jahre auf. Damals wurde es erstmals (und einmalig) durch ein drittes Semester initiiert. Der folgende Jahrgang übernahm die Idee jedoch nicht und RBS fand einige Jahre nicht statt. Als einige Mitglieder des ersten RBS-Jahrgangs einige Chorreisen später als Betreuer mitfuhren, etablierten sie RBS beim damaligen dritten Semester neu. Seitdem ist RBS Angelegenheit des dritten Semesters und ein fester Bestandteil jeder A-Chorreise.
  • Darüber hinaus gibt es viele ganz besondere "Brahmsee-Traditionen", wie die Lightshow, den Kaminabend oder die "Volkstanz-WM", die es in ihrer ganz speziellen Ausprägung wohl nur im A-Chor am Brahmsee gibt...

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